LVA bietet Information zum neuen Lebensmittel-Gesetz LMSVG
Top-Referenten beleuchten das Gesetz im aktuellen LVA-Seminar
Im heutigen Seminar der LVA - Lebensmittelversuchsanstalt wird die österreichische Lebensmittelwirtschaft über die Auswirkungen des am 31. März 2005 im Nationalrat beschlossenen Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes (LMSVG) informiert. Das LMSVG löst das 30 Jahre bestehende Lebensmittelgesetz LMG 1975 ab. Die Referenten sind hochkarätige Experten des Lebensmittelwesens und waren in die Entstehung des neuen Gesetzes direkt eingebunden. Den Seminarteilnehmern bietet das hohe Sicherheit, da Information aus erster Hand weitergegeben wird.
Als Referenten konnten gewonnen werden: Prof. Dr. Konrad Brustbauer, Vorsitzender der Codex-Kommission und Vizepräsident des OGH, Dr. Peter Kranner und Dr. Peter Vitus Stangl vom Ministerium für Gesundheit und Frauen, Ing. Andreas Müller, Marktamt Wien, Dr. Michael Blass vom Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie und DI Heinz Schöffl, Bundesarbeiterkammer Wien. Das Seminar leitet Dr. Adrian Perco, Senior Expert und Lebensmittelgutachter der LVA.
„Evolution statt Revolution“, erkennt Prof. Dr. Brustbauer das Motto in der Erstellung des neuen Gesetzes. In den letzten Jahren hat sich die EU-Gesetzgebung am Sektor Lebensmittelsicherheit rasch entwickelt. Dem Rechnung tragend, wurde das LMSVG entwickelt. Anders als in Deutschland hat man allerdings zwei große bisher getrennt gesetzlich geregelte Themen, Lebensmittel- und Veterinärrecht, zusammengeführt. „Die Regelungen über Futtermittel bleiben vom neuen Gesetz unberührt“, stellt Dr. Blass fest.
Dr. Kranner und Dr. Stangl als Verantwortliche für Lebensmittelsicherheit und Fleischhygiene im Ministerium zeigen den Hintergrund des neuen Gesetzes und die internationale Anbindung, wie z.B. das General Food Law der EU. Wie die amtliche Kontrolle in das neue Gesetz verstärkt eingebunden sein wird, beschreibt Ing. Müller. Konsumentenschützer DI Schöffl erregt naturgemäß Aufsehen mit noch weitergehenden Forderungen an das neue Gesetz. Er wünscht sich mehr Aufmerksamkeit für die Anliegen der Konsumentinnen und Konsumenten.
Wichtige Eckpunkte des neuen LMSVG sind die Integration der gesamten Lebensmittelkette, die Lebensmittelsicherheit und die Eigenverantwortung. Wie bisher schon gilt damit das Vorsorgeprinzip, dh. dass die Verantwortung für Lebensmittelsicherheit beim Unternehmer liegt. Dem übergeordnet sind die Risikoanalyse und verstärkte Transparenz in der Kontrolle.
Der LVA ist wieder ein an Aktualität nicht zu übertreffendes Seminar gelungen. „Die Tatsache, dass wir bereits 3 Wochen vorher ausgebucht waren, zeigt, dass wir den Kern der Sache rechtzeitig erkannt haben“, meint Mag. Elisabeth Mayr, die neue LVA-Seminarverantwortliche. Die LVA konnte damit ihre Kompetenz in Punkto Lebensmittelrecht und ihre Nähe zum Kunden aufzeigen. Keine andere private Institution beschäftigt aktiv sechs Lebensmittelgutachter (§50 nach „altem“ Recht, §74 nach neuem LMSVG). (Ende)
Links:
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www.bmgf.gv.at
lebensmittel.lebensministerium.at/lebensmittel/
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Ansprechpartner (Inhalt, Presse):
DI Bernhard Redl
LVA - Leitung Marketing, Verkauf und Innovation
1190 Wien, Blaasstrasse 29;
T: +43-1-3688555-49,
F: +43-1-3688555-20
br@lva.at
Pestizid-Screeing in nur 3 Stunden (9.11.04)
Pestizid-Screeing von Lebensmitteln in nur drei Stunden
Neue Methode zum raschen Nachweis von Pflanzenschutzmitteln
Wien (pts, 09. Nov 2004 08:00) – Die Gartner & LVA Analytik GmbH (GLA) hat die schnellste Analytikmethode zum Nachweis von Pestiziden in Lebensmitteln entwickelt. Die Lebensmittel werden auf die 60 gängigsten Pflanzenschutzmitteln innerhalb von nur drei Stunden inklusive Probenaufbereitung untersucht. Mit dieser zuverlässigen und kostengünstigen Methode ist eine Unterscheidung beispielsweise von behandelten und unbehandelten Getreide möglich.
Damit konnte auf besondere Kundenwünsche eingegangen werden: Zeit- und Kostenersparnis gekoppelt mit der größtmöglichen Sicherheit. Die GLA kann sicherstellen, dass auch die Signalwerte für Bio-Lebensmitteln zuverlässig detektiert werden können (Empfindlichkeiten unter 0,010 mg Pflanzenschutzmittel/kg Getreide).
Der Clou liegt in der neuen Probenaufarbeitung mittels automatisierter Solid-Phase-Dynamic-Extraktion. Im Prinzip werden dabei die Pflanzenschutzmittel auf einer Festphase, die sich an der Innenseite einer Injektionsnadel befindet, angereichert. Die Auftrennung und Detektion funktioniert ähnlich wie bei der herkömmlichen Multi-Methode mittels Gaschromatographie und Massenspektroskopie (GC/MS).
"Unsere neue Schnellmethode überzeugte sofort die Österreichische Agentur für Bio-Getreide. Mit dieser Schnellmethode ist es erstmals möglich, rasch und zu einem vernünftigen Preis lückenlos sämtliche Getreidechargen zu untersuchen“, erklärte Dr. Michael Gartner, Chefchemiker und Geschäftsführer der GLA.
Die GLA ist auf Rückstandsanalytik von Lebensmitteln, besonders auf Pestizide, spezialisiert. In Zusammenarbeit mit der LVA – Lebensmittelversuchsanstalt bietet sie darüber hinaus umfassende Untersuchungen und Begutachtungen für sämtliche Lebensmitteln nach den geltenden Vorschriften an. (Ende)
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Chemie im Essen, was ist wirklich drin? (29.09.04)
LVA klärt auf: Chemie im Essen, was wirklich drin ist
LVA-Veranstaltung im Rahmen der Woche der Chemie
(Wien, 29.09.2004) Die LVA – Lebensmittelversuchsanstalt veranstaltete im Rahmen der „Woche der Chemie“ einen Vortrag mit Diskussion zum aktuellen Thema „Chemie im Essen – Was ist wirklich drinnen?“. Dr. Adrian Perco, LVA-Chemiker und Lebensmittelrechtsexperte, führte das mit 40 Besuchern gut gefüllte Auditorium in die Welt der Lebensmittelchemie ein. Eine Führung durch die modernen, chemischen und mikrobiologischen Laboratorien gab Einblick in die aktuelle, analytische LVA-Arbeit.
Einleitend stellte Dr. Perco das Paracelsus-Zitat richtig und verdeutlichte es anhand von praktischen Beispielen: Paracelsus meinte richtigerweise, dass alle Stoffe Gift sein können, allein die Dosis macht es aus, dass sie nicht giftig für den Körper sind. Dr. Perco zeigte auf, wie um vieles gefährlicher Gifte sind, die direkt aus der Natur kommen, im Verhältnis zu synthetisch hergestellten. Auch welche hohen Sicherheitsfaktoren bei Grenzwerten von Zusatzstoffen eingehalten werden müssen.
In weiterer Folge verglich Dr. Perco Ernährungsrisiken aus Sicht der Konsumenten mit der der Wissenschaft. In der Diskussion mit den Besuchern ging er auf aktuelle Themen wie Acylamid, Pestizide, Allergene oder, wie gesund ist Bio-Milch, ein.
„Auch wenn die LVA als privates Institut nicht den Konsumenten als Zielgruppe definiert, ist es uns ein Anliegen der Bevölkerung die Angst vor der Chemie speziell beim Essen zu nehmen“, meint DI Bernhard Redl, LVA-Marketing-Verantwortlicher. Die LVA nimmt daher an der Woche der Chemie teil (www.wochederchemie.at).
Die LVA ist das anerkannte, private Kompetenzzentrum der Lebensmittelwirtschaft in Österreich und fungiert für sie als Gutachter und Ratgeber in allen Lebensmittelbereichen.
Die 63 LVA-Mitarbeiter analysieren über 11.000 Lebensmittelproben jährlich, stellen über 3.000 Gutachten aus und führen mehr als 70 internationale Audits, über 60 Schulungen und Seminare sowie ca. 40 Biokontrollen im Jahr durch. In den letzten fünf Jahren wurden über 35 nationale und internationale F&E-Projekte mit der LVA als Partner abgewickelt.
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